Gutskäserei Behl für hervorragende Käseerzeugnisse ausgezeichnet
Vertreter aus Politik, Verwaltung und Medien zu Gast auf dem 411 Hektar umfassenden Betrieb.
Hoher Besuch auf Gut Behl, dem früheren herzoglichen Anwesen und Meierhof, das seit 1922 in privater Hand ist und 1975 vom Vater des jetzigen Besitzers Klaus Jebens erworben wurde.
Vertreter aus Politik, Verwaltung und Medien waren zu Gast auf dem 411 Hektar umfassenden Betrieb. Die älteste Meierei Schleswig-Holsteins und Gründungsmitglied der „KäseStraße Schleswig-Holstein e.V“ erfuhr eine große Würdigung für ihre hochwertigen Käseprodukte. Kammerpräsident Hermann Früchtenicht verlieh dem Gutseigentümer Klaus Jebens und seinem Meieristen Joachim Burgemeister das Gütezeichen „Hergestellt und geprüft in Schleswig-Holstein“ für die vier Produkte „Fünf-Seen-Käse natur“ und „mit Bärlauch“, dem „Bockshornkleekäse“ und den „Gutshofkäse“. Er hob vor allem die traditionelle Produktionsweise hervor, die Basis für die hohe Käsequalität. „Der Käse wird zu fast 100 Prozent aus regionalen Rohstoffen hergestellt. Was früher selbstverständlich war, ist heute in der Welt globalisierter Warenströme die Ausnahme – und die gilt es zu würdigen!“, so Früchtenicht.
Qualitätsmanagement vom Futtertrog bis zur Käsetheke
Die zuvor 50-köpfige Milchviehherde wurde von der Familie Jebens in den achtziger Jahren in zwei Stallneubauten auf 500 erhöht. Vor 20 Jahren – vor der „Wende“ - war Gut Behl der größte Milcherzeuger Deutschlands. Gemolken wird zweimal täglich in einem Melkkarussell für 34 Kühe, 150 Kühe in der Stunde. Die Hälfte des rund 10.000 Liter Tagesgemelks fließt in die Gutskäserei. Hinter deren augezeichneter Produktqualität steht ein lückenloses Qualitätsmanagement von der Futtererzeugung auf dem Feld, über die Tierhaltung und Melkhygiene bis hin zur schonenden Verarbeitung der tagesfrischen Milch, die bei unverändertem Fett- und Eiweißgehalt den vollen Geschmack behält – wichtigste Grundlage für den hochwertigen Käse. Davon konnten sich die Gäste auf dem Betriebsrundgang überzeugen. Klaus Jebens und Betriebsleiter Stefan Barsch überlassen nichts dem Zufall. Das Futter für die 450 Milchkühe, davon 360 in der Laktation, zuzüglich der eigenen Nachzucht wird auf dem Hof selbst angebaut und erzeugt. Nur Kraftfutter wird zugekauft, „weil Soja noch nicht in Ostholstein wächst!“ meint Betriebsleiter Barsch verschmitzt im Hinblick auf den möglichen Klimawandel. Auf Zusätze, die die Milch geschmacklich ungünstig beeinflussen könnten, wird rigoros verzichtet. „Fett ist Geschmacksträger und wenn zum Beispiel zuviel Säure im Futter ist, überträgt sich das auch auf die Milch und damit auf den Käse!“, so Jebens.
Überzeugende Produktvielfalt und -qualität
Nach der Besichtigung gab es für die Gäste im gutseigenen Hofladen eine Kostprobe aller Käseerzeugnisse, die allesamt einhellig mit „sehr gut“ beurteilt werden. Landrat Dr. Volker Gebel brachte es auf den Punkt: „Eben nicht nur Franzosen können guten Käse herstellen. Bürgermeister Hans-Werner Sohn und ich können stolz darauf sein, dass hier in der besonders reizvollen Gemeinde Grebin ein im wahren Sinne des Wortes ‚ausgezeichneter’ Käser seinen Standort gefunden hat. Dafür sei der Familie Jebens und Ihnen, Herr Burgemeister, herzlich gedankt!“ Dem ist nichts hinzuzufügen außer dem Tipp, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.
Mehr Informationen unter www.gutskaeserei-behl.de