Dem Genuss auf der Spur

Die Kühe kommen auf die Weide!

Presseinformation zur Weidegangseröffnung am 29. April 2010 auf Hof Dannwisch

Frühlingsgefühle auf Hof Dannwisch: Die Milchviehherde kann es kaum erwarten, nach dem überlangen Winter im Stall ihren ersten Ausflug auf die saftigen Frühjahrsweiden im umliegenden Niederungsmoor zu wagen, wo einst das Urstromtal der Elbe lag. Sie kommen morgens und abends nur dann in den Kuhstall zurück, um gemolken zu werden....

Die 40 Kühe der alten Nutzungsrichtung der “Rotbunten Schleswig-Holsteiner”, einem Niederungsrind der Zweinutzungsrasse, lechzen danach, die schmackhaften Junggräser und –kräuter zu fressen, die die natürliche Grundlage fürdie handwerkliche ökologisch Rohmilchkäserei bilden. Winters erhalten die Kühe Heu, auf Silage wird bewusst verzichtet, damit aus der unbehandelten, vollwertigen Milch Qualitätskäse mit Reifezeiten von über einem Jahr hergestellt werden können. Die Dannwischer Hofkäserei hat sich zu einem innovativen und vielseitigen Betriebszweig entwickelt. Die gesamte auf dem Hof produzierte Milch von rund 180.000 kg pro Jahr wird hier verarbeitet.

Hof Dannwisch ist Gründungsmitglied der KäseStraße

Hof Dannwisch zählt zu den Gründungsmitgliedern der KäseStraße Schleswig-Holstein e.V., die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begeht. Aus diesem Grund nimmt die Vorsitzende des Vereins, Dr. Bärbel Bischoff, den Weideaustrieb zum Anlass, die Öffentlichkeit auf das hohe Qualitätsniveau und die breite Vielfalt der regionalen Käseproduktion hinzuweisen. „Hier im Norden hat die Käseherstellung eine jahrhundertelange Tradition. Die Verbraucher wissen die regionalen Käseprodukte zunehmend zu schätzen und nutzen gerne die Möglichkeit, die Käsereien zu besuchen und sich auf Augenhöhe mit den Erzeugern über die Produkte und ihre Herstellung zu informieren! Tobias Schüller von Hof Dannwisch ist ein Könner seines Fachs und stellt mit seinen Käsekreationen wie „Dann amour “ oder dem „Edlen von Dannwisch“ unter Beweis, welche Gaumenfreuden die hiesige Käsekultur zu bieten hat!“

Bunte Veranstaltungsreihe

Die KäseStraße wartet in ihrem Jubiläumsjahr mit einer bunten Veranstaltungsreihe auf, deren Höhepunkt vom 16. bis zum 18 Juli in der zentralen Veranstaltung „Käse trifft Wein am Kieler Bootshafen“ münden soll. Hierzu hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen seine Schirmherrschaft zugesagt, um die große Bedeutung der angeschlossenen Käsereien für die regionale Qualitätserzeugung, die auch von großer touristischer Bedeutung ist, zu unterstreichen. Jeden Monat werden vom Hoffest über Käsemärkte bis hin zur Käse-Wein-Degustation den Freunden der KäseStraße und
solchen, die es werden wollen, Eindrücke und Verköstigungen geboten, um dem Genuss auf die Spur zu kommen.

Schleswig-Holstein ist ein Käseland

In der letzten Dekade ist es den Initiatoren des Vereins gelungen, das nördlichste Bundesland sowohl als Urlaubsland wie auch als Käseland in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Über 100 Käsesorten, konventionell oder nach Bioland- bzw. Demeterrichtlinien hergestellt, werden von den über 30 handwerklichen Käsereien der KäseStraße produziert. Darunter finden sich Käsemeister, die den internationalen Anforderungen von Käsekennern und –liebhabern mehr als gerecht werden. Dies bezeugen Auszeichnungen vom „Feinschmecker“ wie auch Aufnahmen in die Käsebruderschaft St. Uguzon, der größten Vereinigung der Welt mit höchsten Aufnahmekriterien.

Erfolgreiche Vereinsentwicklung

Am 22. Februar 2000 fand in der Einfelder Schanze unter Leitung ihres ersten Vorsitzenden Detlef Möllgaard vom Meierhof in Hohenlockstedt die Gründungsversammlung der damals zwölf Mitglieder statt, davon neun Käsereien. Im Laufe des Jahres stießen weitere fünf Mitglieder dazu, darunter auch die heutige Vorsitzende Dr. Bärbel Bischoff, damals im Beirat in beratenden Funktionen für die Öffentlichkeitsarbeit. Bis auf zwei sind alle Gründungsmitglieder bis heute der KäseStraße treu geblieben. Zwischenzeitlich haben sich 30 weitere Mitglieder dem Verein angeschlossen und bilden gemeinsam eine kulinarische Käsevielfalt, die weit über die Landesgrenzen hinaus von den Verbrauchern geschätzt wird. Darüber hinaus
ist die KäseStraße Schleswig-Holstein zum Vorbild für Käserouten in ganz Deutschland geworden – Beweis dafür, dass gute Ideen schnell Nachahmer finden. 4240 Zeichen mit Leerzeichen

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Von links n. rechts: Rita Richling, Tobias Schüller, Marko Gentner, Nils Lehmann


Jubiläum: 10 Jahre KäseStraße

Bunte Veranstaltungsreihe übers ganze Jahr
Die KäseStraße Schleswig-Holstein e.V. begeht in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum und wartet mit einer bunten Veranstaltungsreihe auf, deren Höhepunkt vom 16. bis zum 18 Juli in der zentralen Veranstaltung „Käse trifft Wein am Kieler Bootshafen“ münden soll. Hierzu hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen seine Schirmherrschaft zugesagt, um die große Bedeutung der angeschlossenen Käsereien für die regionale Qualitätserzeugung, die auch von großer touristischer Bedeutung ist, zu unterstreichen. Jeden Monat werden vom Hoffest über Käsemärkte bis hin zur Käse-Wein-Degustation den Freunden der KäseStraße und solchen, die es werden wollen, Eindrücke und Verköstigungen geboten, um dem Genuss auf die Spur zu kommen.

Schleswig-Holstein ist ein Käseland
In der letzten Dekade ist es den Initiatoren des Vereins gelungen, das nördlichste Bundesland sowohl als Urlaubsland wie auch als Käseland in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Über 100 Käsesorten, konventionell oder nach Bioland- bzw. Demeterrichtlinien hergestellt, werden von den über 30 handwerklichen Käsereien der KäseStraße produziert. Darunter finden sich Käsemeister, die den internationalen Anforderungen von Käsekennern und –liebhabern mehr als gerecht werden. Dies bezeugen Auszeichnungen vom „Feinschmecker“ wie auch Aufnahmen in die Käsebruderschaft St. Uguzon, der größten Vereinigung der Welt mit höchsten Aufnahmekriterien.

Erfolgreiche Vereinsentwicklung

Am 22. Februar 2000 fand in der Einfelder Schanze unter Leitung ihres ersten Vorsitzenden Detlef Möllgaard vom Meierhof in Hohenlockstedt die Gründungsversammlung der damals zwölf Mitglieder statt, davon neun Käsereien. Im Laufe des Jahres stießen weitere fünf Mitglieder dazu, darunter auch die heutige Vorsitzende Dr. Bärbel Bischoff, damals im Beirat in beratenden Funktionen für die Öffentlichkeitsarbeit. Bis auf zwei sind alle Gründungsmitglieder bis heute der KäseStraße treu geblieben. Zwischenzeitlich haben sich 30 weitere Mitglieder dem Verein angeschlossen und bilden gemeinsam eine kulinarische Käsevielfalt, die weit über die Landesgrenzen hinaus von den Verbrauchern geschätzt wird. Darüber hinaus ist die KäseStraße Schleswig-Holstein zum Vorbild für Käserouten in ganz Deutschland geworden – Beweis dafür, dass gute Ideen schnell Nachahmer finden.

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Fakten zur KäseStraße Schleswig-Holstein

Käse aus Schleswig-Holstein ist zunehmend begehrt, wobei die fachlich qualifizierte Logistik ein Hauptproblem darstellt, das die Käsestraße Schleswig-Holstein lösen möchte. Die Landwirtschaftskammer unterstützte von Gründung an u.a. durch die Übernahme der Geschäftsstellentätigkeit die Vermarktungsanstrengungen der Käsestraße. Im Rahmen des zentral-regionalen Marketings wird die Käsestraße von der Landesregierung Schleswig-Holstein gefördert.

Die Käsestraße hat seit ihrer Gründung vor 10 Jahren viel von sich Reden gemacht. Angefangen hat alles 1998 im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Niedersachsen vor den Toren Hamburgs. Slow Food organisierte dort den Käsemarkt „Käse aus dem Norden“. Die meisten an diesem Käsemarkt teilnehmenden Käsereien kamen aus Schleswig-Holstein. Dort wurde zum ersten Mal offensichtlich, dass Schleswig-Holstein eine ausgeprägte Käsekultur besitzt. Über 100 Käsespezialitäten - zum Teil auch Raritäten - zählen machen das schmackhafte Angebot aus, das schleswig-holsteinische Käserinnen und Käser ihren Kunden bieten können.

Die Idee der Käsestraße hat sich durchgesetzt, das zeigt die stetig steigende Zahl der Mitglieder. Gegründet wurde der Verein im Jahr 2000 von gut 20 Betrieben. Heute zählt der Verein 40 Mitglieder, davon 31 aktive Käserinnen und Käser, 4 Vertriebspartner und 4 fördernde Mitglieder.

Aus der Region für die Region
ist ein wachsender Trend, dem sich zunehmend mehr Verbraucher verpflichtet fühlen. Die Menschen besinnen sich wieder auf ihre Wurzeln und auf Traditionen, gerade auch im kulinarischen Bereich. Das Gute liegt oftmals so nahe und die Land- und Ernährungswirtschaft unseres Landes hat in der Tat viel Gutes zu bieten. Eine intakte Natur, vielfältige Landschaften, saubere Luft und ein mildes Klima bieten in Schleswig-Holstein die ideale Grundlage, um hochwertige Lebensmittel zu erzeugen, die weit über die Landesgrenzen hinaus auch mit Hilfe des regionalen Gütezeichens Schleswig-Holstein zu einem Inbegriff an höchster Produktqualität geworden sind. Beispiele für Maßnahmen zur Stärkung der Region sind u.a. der EU-Herkunftsschutz für regionale Produkte, die Initiative der Landesregierung “Schleswig-Holstein is(s)t lecker“ und die neue Datenbank der Landwirtschaftskammer „Restaurant sucht Bauernhof“, deren Ziel es ist, Anbieter von regionalen Produkten mit Köchen, die in ihrer Küche verstärkt auf Produkte aus der Region zurückgreifen, zusammenzubringen.

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Eröffnung der Ziegen- und Schafkäsesaison 2010 in Backensholz

Die ersten jungen Schafs- und Ziegenmilchprodukte der Käsestraße Schleswig-Holstein  wurden am 24. März in Oster-Ohrstedt der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach der biologisch bedingten Produktionspause , die das Ablammen und Säugen bei den Muttertieren seit Weihnachten beanspruchte, kann jetzt die gefragte Milch wieder zur Käseherstellung herangezogen werden. Die ersten jungen Schafs- und Ziegenmilchprodukte der Käsestraße Schleswig-Holstein .  werden am 24. März in Oster-Ohrstedt der Öffentlichkeit präsentiert. Diese zumeist biologisch und handwerklich erzeugten Spezialitäten von 14 der insgesamt 29 Käse produzierenden Mitglieder der Käsestraße Schleswig-Holstein e.V. stehen in der Verbrauchergunst oben an. Diese handwerklich in natürlichen Verfahren erzeugten Käse sind verlässlich in ihrer Qualität und bestehen zu 100 Prozent aus Schafs- bzw. Ziegenmilch.
Dies gilt ganz besonders für die Familie Metzger-Petersen vom Hof Backensholz, die mit ihren Käsen aus Kuh- und Ziegenmilch europaweit Maßstäbe gesetzt hat. Sie fertigt Käse aus einer wert- und gehaltvollen ökologischen Milch und schont die natürlichen Ressourcen. Die Tiere erhalten eine optimale Haltung und Fütterung, denn das Käsen beginnt schon auf dem Feld: Nur aus hochwertigem Futter lässt sich aromatischer Rohmilchkäse herstellen, der die Frische der Region so unnachahmlich widerspiegelt.

 

Hohe Auszeichnungen für Backensholzer Rohmilchkäse
Hof Backensholz wird seit 1989 streng ökologisch nach den BIOLAND-Richtlinien bewirtschaftet. Dabei wird auf ein in sich geschlossenes System besonderer Wert gelegt: Vom Futteranbau, über die Aufzucht der Kälber und der Milchviehhaltung bis hin zur Verarbeitung der Frischmilch liegt alles in einer Hand. Eine hofeigene Biogasanlage stellt die nötige Energiegewinnung sicher.

Die Wertigkeit der Käse vom Hof Backensholz wurde durch viele Auszeichnungen unterstrichen: Im April 2008 erhielt er im Freilichtmuseum am Kiekeberg den “Norddeutschen Käsepreis 2008“. Im Oktober 2009 erreichte Backensholz aus einer Auswahl von 2500 Käsen den World Cheese Award und wurde mit zwei Goldmedaillen für den "Milbenkäse" (18 Monate gereifter Deichkäse) in den Kategorien "Bester Hartkäse" und "Bester Deutscher Käse" ausgezeichnet und mit Silber für den jungen Deichkäse in der Kategorie "Bester Halbfester Schnittkäse".

Geprüfte Qualität aus Schleswig Holstein
Seit zwei Jahren tragen viele Produkte wie z.B. der Hofkäse oder der Friesisch Blue aus Oster-Ohrstedt das Gütezeichen „Geprüfte Qualität aus Schleswig-Holstein“. Das Gütezeichen steht für Premiumklasse und Regionalität gleichermaßen. Beide Aussagen werden durch laufende Qualitätsprüfungen der Produkte durch unabhängige Prüfinstitute gesichert. Die Produktprüfung auf analytische und sensorische Kriterien erfolgt mehrmals im Jahr. Ab sofort gilt für das Gütezeichenprodukt „Kleine Ziege“: ausgezeichnet genießen!

Ziegenhaltung in Schleswig-Holstein  oft im Nebenerwerb
Während in Deutschland die wirtschaftliche Bedeutung der Schaf- und Ziegenhaltung stark zurückgegangen ist, erfreut sie sich in Schleswig Holstein regen Interesses: Über 1.100 Ziegenhalter halten überwiegend im Nebenerwerb insgesamt ca. 5.600 Ziegen, Tendenz steigend. Ziegenmilch ist ein wertvolles, gesundes und leicht verdauliches Nahrungsmittel. Im Nährwert und in der Trockenmasse unterscheidet sie sich nur unwesentlich von Kuhmilch, gilt aber als natürliche Nahrungsalternative für Kuhmilch- Allergiker. Ziegenmilch ist reich an Vitaminen und Spurenelementen und liefert reichlich die essentiellen Fettsäuren Linol- und Linolensäure. Diese kann der menschliche Körper nicht selbst aufbauen, sind aber für die Zelloxydation lebensnotwenig. Das Vitamin A kommt in Ziegenkäse in fertiger Form vor und kann vom Körper sofort aufgenommen werden. Dies erklärt auch die weiße Farbe der Ziegenmilch, -butter und -käse. Die kurzkettigen Fettsäuren der Ziegenmilch sind leicht verdaulich und somit für den Menschen verträglicher ist als Kuhmilch. Bei Allergien gegen Kuhmilchkäse bietet der Ziegenmilchkäse eine hervorragende Alternative.

Die Milch der Schafe ist noch gehaltvoller als Kuh- oder Ziegenmilch. Der Fettgehalt liegt bei sieben, der Eiweißgehalt bei fünf bis sechs Prozent. Kuhmilchallergiker vertragen Schafsmilch wegen der anderen Eiweißstruktur meistens entscheidend besser.

Fakten zur Schaf- und Ziegenhaltung

Die Ziegenhaltung alleine hat nicht die wirtschaftliche Bedeutung in unserem Land, ihre Käseerzeugnisse allerdings ist Genießern ein Begriff. Insgesamt gibt es in Schleswig-Holstein ca. 1.170 Ziegenhalter mit ca. 5.600 Ziegen. In Deutschland ist die wirtschaftliche Bedeutung der Ziegenhaltung nach dem 2. Weltkrieg stark zurückgegangen, Ziegenmilchprodukte gewinnen aber in jüngster Zeit wieder an Bedeutung. Der gegenwärtige Bestand beläuft sich schätzungsweise auf 90 000 Tiere. Die überwiegende Zahl der Ziegen wird in Nebenerwerbsbetrieben gehalten.

 

Diese 60 - 70 kg schweren Wiederkäuer geben im Durchschnitt ca. 1000 kg Milch im Jahr. Daraus lassen sich etwa 90 kg Käse herstellen. Der Absatz von Ziegenkäse hat sich in Deutschland binnen 10 Jahren auf 4.000 t fast verdoppelt. Allerdings kommen 51% der 4000 t aus Frankreich. Bei ausländischem Ziegenkäse ist die Verwendung von gentechnisch hergestelltem Lab möglich. In Deutschland ist das bisher noch verboten.
Die Schafhaltung ist in Schleswig-Holstein sehr viel bedeutender: 2.400 Schafhalter halten 364.764 Schafe, darunter 168.438 Mutterschafe mit ca. 189.306 Lämmern, die der Fleischerzeugung dienen. Das meiste Lammfleisch in hervorragender Qualität geht nach Frankreich, während die Deutschen das billigere Lammfleisch aus Neuseeland bevorzugen. Im Schafzuchtverband Schleswig-Holstein sind lediglich 740 Züchter organisiert, von denen nur 6 Schafskäse herstellen. Schafskäse – besonders der aus Nordfriesland  - ist zunehmend begehrt, wobei die fachlich qualifizierte Logistik an die Verbraucherstandorte ein Hauptproblem darstellt, das die Käsestraße Schleswig-Holstein lösen möchte.

Ziegen- und Schafskäse sind Spezialitäten

Die wichtigsten europäischen Milchtiere waren neben dem Rind die Ziege und das Schaf. Im Gegensatz zu den Griechen und Römern scheint die Milch der Ziegen und Schafe im neuzeitlichen Mitteleuropa die zweite Wahl gewesen zu sein, doch bildete sie nicht nur in Mangelzeiten eine willkommene Alternative zur Kuhmilch. Die Ziege als "Kuh des kleinen Mannes" half so manchem Haushalt, die Familie in schlechten Zeiten mit Milch, Butter und Käse zu versorgen.
Die Milch der Schafe ist noch gehaltvoller als Kuhmilch oder Ziegenmilch. Der Fettgehalt liegt bei sieben, der Eiweißgehalt bei fünf bis sechs Prozent. Auch die Mengen der Vitamine A, B1, B2 und B13 (Orotsäure) sind deutlich höher.

Ziegen- und Schafsmilch in der Ernährung

Über den gesundheitlichen Wert von Ziegen- bzw. Schafsmilch wird viel diskutiert.  Die gesundheitsfördernde Wirkung der Ziegenmilch hatte schon Hippokrates (460 – 375 v. Chr.) erkannt und sie als Molke an Patienten als Heilmittel verabreicht. Für die heilige Hildegard von Bingen (1098 – 1179) war die Ziegenmilch unentbehrlich für eine gesunde Küche und auch Paracelsus (1493 – 1541) kannte die heilsame Wirkung. Im 18. Und 19. Jahrhundert wurden in der königlichen Badeanstalt in Wildbad bei Kreut Molkekuren verordnet. Es wird auch immer wieder berichtet, dass gesäuerte Ziegenmilch besonders bei Lungenerkrankungen heilend wirkt.

Die Ziegenmilch ist ein wertvolles, gesundes und leicht verdauliches Nahrungsmittel. Im Nährwert und in der Trockenmasse unterscheidet sie sich nur unwesentlich von Kuhmilch. Sie gilt als natürliche Nahrungsalternative für Kuhmilch- Allergiker. Ziegenmilch enthält eine Reihe von Vitaminen und Spurenelementen, sowie reichlich Linol- und Linolensäure, die der menschliche Körper nicht selbst aufbauen kann, diese aber für die Zelloxydation lebensnotwenig sind. Das Vitamin A kommt in Ziegenkäse in fertiger Form vor, das heißt, es kann vom Körper sofort aufgenommen werden. Aus diesem Grund hat Ziegenmilch, -butter und -käse eine weiße Farbe. Die kurzkettigen Fettsäuren der Ziegenmilch sind leicht verdaulich und somit für den Menschen verträglicher als Kuhmilch. Bei Allergien gegen Kuhmilchkäse bietet der Ziegenmilchkäse eine hervorragende Alternative.

Die Milch der Schafe ist noch gehaltvoller als Kuhmilch oder Ziegenmilch. Der Fettgehalt liegt bei sieben, der Eiweißgehalt bei fünf bis sechs Prozent. Auch die Mengen der Vitamine A, B1, B2 und B13 (Orotsäure) sind deutlich höher. Der Schafsmilch wird eine heilende Wirkung besonders bei Leberleiden nachgesagt. Dies wird in erster Linie der Orotsäure zugeschrieben. Tatsächlich findet sich in der Schafmilch der 4- bis 5fache Anteil, verglichen mit der Kuhmilch. Kuhmilchallergiker vertragen Schafsmilch wegen der anderen Eiweißstruktur meistens entscheidend besser.