Wie Käse entsteht
Zuerst wird die Milch auf ihre bakteriologische Beschaffenheit überprüft. Dann wird der Fettgehalt eingestellt, indem Rahm abgetrennt oder hinzugefügt wird. Daraufhin erfolgt eine schonende Wärmebehandlung, sofern nicht Rohmilchkäse hergestellt werden soll. Dann wird die Milch dick gelegt . Erst jetzt entscheidet sich, welcher Käse entsteht:
- Mit Hilfe von Milchsäurebakterien entstehen Frischkäse und gereifter Sauermilchkäse
- Durch Lab (aus Kälbermagen oder biotechnologisch in Fermentern mit Hilfe von Schimmelpilzen Mucor mihei hergestellt) gewinnt man Hartkäse, Schnittkäse, halbfesten Schnittkäse und Weichkäse
- Kommt Lab zusammen mit Reifungskulturen (Mikroorganismen) in die Milch, so dickt diese bereits nach einer halben Stunde. Diese Masse nennt man "Dickete" oder "Gallerte". Die überstehende Flüssigkeit ist die Molke.
Nun wird geschnitten, geformt und gepresst. Die Dickete wird mit der "Käseharfe" klein geschnitten, je fester der spätere Käse werden soll, desto kleiner. Dieser "Käsebruch" kommt in sortentypische Formen. Es entstehen die Käse-Laibe. Bei einigen Käsesorten ist ein Abpressen der Molke erforderlich.
Jetzt folgt das Salzbad. Die Lake entzieht dem Käsebruch weiteres Wasser und dient der Rindenbildung. Nun darf der Käse reifen: Eine tage, wochen- oder monatelange Reifung ist Voraussetzung, dass sich das sortentypische Aroma entwickeln kann. Nur Frischkäse muss nicht reifen. Bei einigen Standard-Käsesorten ist eine bestimmte Reifezeit gesetzlich vorgeschrieben. Während der Reife werden die Laibe gewendet, bestrichen, gebürstet oder in Kräutern gewälzt.