Dem Genuss auf der Spur!
  • Käse mit Schweizer Flagge
  • Käseregale

Auch Casanova liebte Käse

Wie sagte noch einst ein großer Franzose: „Frauen inspirieren die Männer zu großen Taten und hindern sie daran, sie auszuführen!“ Casanova muss es ähnlich ergangen sein, wenn man den Überlieferungen Glauben schenken möchte. Der Verführer, der alle Frauenherzen zum Schmelzen brachte, wurde selbst schwach, wenn ihm Käsegerichte vorgesetzt wurden..Besonderen Anklang fand bei ihm der Taleggio, ein lombardischer Weichkäse. Er wollte Zeit seines Lebens ein Käselexikon verfassen, ist aber – wen wundert’s – nicht dazu gekommen. Man muss halt Prioritäten setzen. Offensichtlich war es ihm wichtiger, seine Memoiren und Erkenntnisse über die Frauen der Nachwelt zu erhalten. Man stelle sich vor, er hätte dieselbe Akribie der damaligen Käsevielfalt gewidmet - was mag uns nur entgangen sein? Zumindest hat er das eine oder andere Käserezept überliefert – ein kleiner Trost, aber immerhin. So mag sich spätestens jetzt der Eine oder Andere in seiner Überzeugung bestätigt fühlen, Käse habe eine aphrodisierende Wirkung…

(copyright Dr.Bischoff PR, Molfsee)

Wie Käse zu ihrem Namen kommen

Wenn Käser ins Schwärmen geraten und voller Leidenschaft stecken, werden sie besonders kreativ. Dann entstehen z.B. Käse, die ein Geschmackserlebnis bedeuten, das man nur schwerlich in Worte fassen kann. Zum Beispiel der besondere Blauschimmelkäse aus Dannwisch im Kreis Steinburg: Zuerst liegt er weich, cremig und vollmundig auf der Zunge, dann schmilzt er langsam und entwickelt sein volles Aroma im Gaumen, wird süßlich-kräftig, steigert sich in der Schärfe, um dann sahnig-aromatisch mit mittelschwerem Nachbrenner die Reise in die Speiseröhre anzutreten und Lust zu machen auf mehr – mmmmhh einfach lecker. Tja und wenn der Createur dieser Käseversuchung erzählt, wie er auf die Rezeptur gekommen ist, dann fliegen die Gedanken der Zuhörer: „ Es war Sommer, es war Nacht und es war heiß. Ich lag hellwach in meinem Bett, lauschte den Vogelstimmen und grübelte darüber, was ich am Morgen mit der wunderbaren Sommermilch anstellen könnte, um die bisherigen Käsesorten um eine weitere Geschmacksnote zu ergänzen, vielleicht in Richtung würzig-kräftig? Tja, und das war die Geburtsstunde des „Dann’amours!“ Wir fragen auch nicht, wer und welches Erlebnis ihn in dieser Sommernacht inspiriert haben – nomen est omen!

(copyright Dr.Bischoff PR, Molfsee)

Wenn die Rinde zu Leder wird…

Der frühere Holsteiner Lederkäse ist zwar aus alten Geschichten überliefert, das Rezept des leichten und kalorienarmen Magermilchkäses galt im nördlichsten Bundesland lange als verschollen und wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt von Dr. Bösche, slowfood-Mitglied aus Hamburg. Der Käse mit dem eigentümlichen Namen unterscheidet sich von seinem geschmacklichen Pendant, dem Harzer darin, dass er nicht aus Sauermilchquark gewonnen wird, sondern aus Süßmilch, die mit Lab dickgelegt wird. Der Käsebruch wird so lange fest durchgeknetet, bis keine Molke mehr austritt. Dann wird er gepresst und zu einem festen Käse verarbeitet, der nach kurzer Zeit eine besondere Rinde ausbildet, die  ihm den Namen gegeben hat: Lederkäse. Seinen unverwechselbaren Geschmack erhält er durch mehrmaliges Einreiben mit Rotkulturen. Fachleute schwören auf diese Spezialität, die in einer Minihofkäserei nördlich von Hamburg eine Renaissance feierte, bis Offizielle auf Vorschriften aufmerksam machten, die es unbedingt einzuhalten galt. Nicht, dass hier etwas Ungesetzliches geschah und irgendwer zu Schaden gekommen wäre, nein, es sollten Investitionen getätigt werden, die für eine solch kleine Meierei niemals zu schultern gewesen wären. So wurde die Produktion zwangsläufig wieder auf Eis gelegt und der Gourmet war um eine Käseleckerei ärmer. Nun müht sich die KäseStraße, einen Erzeuger aus ihren Reihen zu bewegen, den Holsteiner Lederkäse in Produktion zu nehmen – Feinschmecker: hört, hört und hofft!

(copyright Dr.Bischoff PR, Molfsee)